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Am letzten Wochenende fand in St. Wendel im Saarland die diesjährige Westdeutsche Meisterschaft im Lead statt. Als alter Saarländer und jemand der sich ein wenig in der Szene auskennt wurde ich vom Cheforganisator Achim Wahrheit als Moderator engagiert. Um nicht nur für den Wettkampf die weite Strecke antreten zu müssen, hatte ich die Idee mit Monika Retschy und Peter Hierl eine kleine Trainingsreise zu unternehmen und auf dem Weg ins Saarland einige Boulderhallen abzuklappern. Leider konnte Peter kurzfristig nicht und so machten Moni und ich uns alleine auf den Weg.

Abfahrt Donnerstag, 30. August 16 Uhr. Nach knapp 4 Stunden Fahrt bei teils heftigem Regen kamen wir im Boulderhaus Heidelberg an. Dort erwartete uns auch schon die Besitzerin Astrid Czajkowski und wir boulderten noch eine Runde gemeinsam, bevor es zum schicken Italiener um die Ecke ging (Mit wir boulderten, meine ich natürlich Moni zwickt alles weg und ich steh daneben und gebe blöde Tips und Ratschläge ;-) )
 



Am nächsten Morgen noch eine kurze Morgensession und dann ging es im Auto ab weiter nach Saarbrücken. In der Heimat hat sich seit Ostern nicht viel getan, es hat sich aber gut angefühlt mal wieder die alten Straßen zu sehen und in einige alte bekannte Gesichter zu schauen.
Abends stand dann eine Trainingseinheit in DER Trainingsschmiede des Westen, dem CAMP4 Zweibrücken an. Zusammen mit Dominik Leinenbach konnte Moni sich an den extra für sie von Matze Conrad geschraubten Bouldern versuchen. Eins muss ich sagen, die Qualität der Boulder im CAMP4 ist einfach der Hammer! Hier kann man viele Boulder finden, die ohne weiteres auch in einem Weltcupfinale sein könnten. Von technisch anspruchsvoll bis brutal brachial wird alles geboten. Nach einer kleinen Extraeinheit für Moni, bei der wir den zweiten Halbfinalboulder vom Boulderweltcup München simulierten war dann auch Feierabend für den Tag.



Am Samstag fand dann die Westdeutsche Meisterschaft im Rocklands St. Wendel statt. Als Moderator muss man glücklicherweise nicht all zu früh da sein, es reichte, dass ich um 8.20 Uhr in der Halle ankam. Um die Zeit war die Halle schon gut gefüllt - 115 Teilnehmer warteten auf den Start der Qualifikationsrunde. Die WDM war der erste Leadwettkampf den ich als Moderator begleitet habe, ich muss sagen, es ist gar nicht einfach sechs Qualifikationsrouten parallel im Auge zu behalten. Nach der Quali konnten sich alle Favoriten souverän im Finale platzieren.



Die Finalrunden der Jugend starteten zuerst: Für die Jungs eine sehr technische Schieberroute mit Dach und für die Mädels eine kurze Routen mit einer starken Boulderstelle. Leider gab es bei den Mädels durch alle Altersklassen nur ein Top und bei den Jungs keines, hier hatten viele Probleme mit einer Volumenstelle im unteren Drittel der Route. Im Finale der Herren konnte einer groß glänzen, mein alter Arbeitskollege und Freund Matze Conrad konnte das dritte Jahr in Folge trotz chronischer Seilabstinenz die Westdeutsche Meisterschaft für sich entscheiden.



Bei den Damen sicherte sich Lili Kiesgen mit einem fast Top den Titel der Westdeutschen Meisterin 2012. Die beiden Routenbauer Luke Brady und Christian Benk haben wirklich einen guten Job gemacht, trotz der platztechnisch schwierigen Umständen haben sie es geschafft für alle Altersklassen spannende Routen zu bauen.



Am Sonntag hatten wir dann einen Ausflug an die Boulderfelsen um Kaiserslautern geplant. Gemeinsam mit Martin Mayer sollten ein paar Boulder am echtem Fels geklettert werden. Leider waren die Felsen doch zu feucht und wir mussten den Rückzug antreten. Zum Glück war die Rocktown Boulderhalle von Luke Brady nicht weit weg und wir konnten dort noch einen guten Trainingstag haben.




Insgesamt also 4 Tage 4 Hallen und 4 Trainingseinheiten - Hallenhopping! Ich hoffe ich konnte mit diesen Extraeinheiten Moni ein wenig helfen sich auf die WM in Paris vorzubereiten. Nächste Woche geht es los nach Paris, ich freue mich schon und bin gespannt wie das deutsche Team in diesem Jahr abschneiden wird.