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Rocklands Part I - ein Traum wird wahr

Schon vor über 2 Jahren, kurz nach unserem Trip nach Albarracín haben wir nach einem neuen Gebiet Ausschau gehalten in das wir als Gruppe fahren können, um gemeinsam einen lässigen Bouldertrip verbringen zu können. Die Wahl fiel schnell auf Südafrika, die Rocklands sollten das Ziel der Begierde sein. Im Winter 2011 haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht, im Sommer 2012 sollte es los gehen! Im Januar wurden die Flüge gebucht, das Haus folgte kurze Zeit später und von da ab wurden die Tage bis zum Abflug gezählt. Stichtag war 30. Mai 2012, unser Flieger startete um 22:35 Uhr am Münchner Flughafen.

Um 19 Uhr starteten wir zu dritt von meiner WG in Süd-West-München per U- und S-Bahn zum Münchner Flughafen, eine heitere Reise mit drei Crashpads und Gepäck für vier Wochen. Ich war verdammt froh am Flughafen endlich einen Gepäcktrolli zu haben, auf dem ich mein ganzes Gepäck abladen konnte! Am CheckIn Schalter angekommen wartete die erste unangenehme Überraschung auf uns: Dominik, Nico, Freddy und ich legten zum einchecken unsere ausgedruckten Flugbuchungen auf den Tisch und bei Nico sagte die die Dame am Schalter “Ich kann sie nicht auf der Flugliste finden!”. Nico’s Flug wurde aus unerfindlichen Gründen kurz nach der Buchung storniert und so stand er ohne Platz in der Maschine da! Ok, kein Grund zur Panik, was können wir machen? “Gehen sie mal rüber zum Schalter von Emirates, die Helfen ihnen weiter.” kam es von der anderen Seite des Schalters. Gesagt, getan. Der Flug von Nico musste neu gebucht werden, 800€ auf den Tisch und sie sind dabei! Auf den Schock gab es am Gate erstmal ein letztes deutsches Bier. München-Dubai-Kapstadt, 17 Stunden später und unzählige Tetris Battles später waren wir an der Südspitze Afrikas angekommen. Noch den Mietwagen abholen….kurze Verwunderung, das Lenkrad ist rechts?! Keiner von uns hatte mitbekommen, dass in Südafrika Linksverkehr ist, aber das bekommen wir auch schon hin ;-). Dann weitere drei Stunden später waren wir in unserem Haus im Nirgendwo angekommen und fielen todmüde ins Bett.

Die Aussicht beim Aufstehen am nächsten Morgen verschlug uns einfach den Atem, aus jedem Fenster unserer Hütte konnte wir nur eins sehe: Blöcke…und zwar soweit das Auge reicht! Eine Landschaft, die wir uns schöner nicht hätten vorstellen können!

In den nächsten zwei Tagen wurden die Gebiete rund um unsere Hütte erkundet und auch schon einige Klassiker abgehakt. Schnell konnten wir merken, dass man hier unten nichts geschenkt bekommt und man auf jeden Fall mit seiner Haut haushalten muss, denn der Fells ist oftmals extrem rau. Wegen meinem leider immer noch lädierten Knie, suchte ich mir die Boulder mit vertretbarer Höhe und gutem Absprunggelände. Hier gibt es auch super viele Kinglines - Boulder 5 Meter und mehr, bei denen man noch ganz oben wacklige Moves machen muss. Schnell konnte ich einige Boulder bis 7C+ abhaken, darunter auch der Klassiker “Poison Dwarf direkt”, der direkt in der Nähe des Campingplatzes ist.

Dann nach den ersten zwei Tagen, war der Ruhetag extrem nötig, neben der Haut schmerzten auch alle Muskeln. 

Weiter demnächst…….