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Seit Anfang des Jahres wird nun schon eisenhart trainiert. Nach 2 Jahren mit Verletzungen und auskurieren dieser habe ich wieder richtig Blut geleckt und starte mit voller Motivation in jede Trainingseinheit. Was mich besonders freut: Zweimal in der Woche leisten mir Florian Wientjes und Alex Averdunk Gesellschaft am Campusboard und trainieren mit. Die Montagstrainingsgruppe war geboren.

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Die Trainingseinheiten tragen auch immer mehr Früchte: Nachdem ich den Oberlandcup auf der FREE Messe in München für mich entscheiden konnte, ging es am vergangenen Wochenende nach Regensburg in die dortige Boulderwelt zum Bavarian Boulder Battle. Die Montagstrainingsgruppe und auch einige weitere Boulderwelt-Team-Mitglieder wollten sich diesen Wettkampf nicht nehmen lassen, so hieß es doch Flagge zeigen und mal schauen, wer an diesem Wochenende die Nase vorne hat. 

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Die Montagstruppe an der Wand

Insgesamt waren zur Qualifikation 35 Boulder geschraubt worden und ich muss sagen hier haben die Schrauberjungs wirklich wahre Perlen abgeliefert! Es hat einen riesen Spaß gemacht die Dinger zu klettern und an dem ein oder anderen auch ein wenig länger herumzutüfteln. Mir fällt kein Boulder ein, bei dem ich sagen würde, dass er noch schnell reingedrückt wurde oder ähnlich – top gemacht Jungs!

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Nicht nur Power war gefragt

Nach der Quali stellte sich heraus, dass ich von der Montagstrainingsgruppe das meiste Glück hatte und am häufigsten hängengeblieben bin – Platz 1 vor Alex und Flo. Also erstmal Kaffe trinken und eine Runde in der Sonne vor der Halle longboarden bevor am Abend das Finale beginnt. Man muss schließlich auch mal die Sonne nutzen und nicht nur in der Halle rumhängen ;-) .

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Im ersten Finalboulder

Das Finale fand im Shoot-Out Modus statt. Nicht gerade mein Lieblingsfinalmodus, aber schließlich muss da jeder durch. Den ersten Boulder, eine Platte mit wackeligem Aufsteher, konnte ich flashen. Im zweiten Boulder legten die anderen Jungs ordentlich vor: Drei Flash (Johannes Menz, Flo und Alex) standen schon zur Buche, also musste ebenfalls ein Flash her, sonst hieß es beim letzten Boulder zuschauen. „Griffe putzen durchatmen und los geht’s“ dachte ich mir. Gesagt, getan und ich hing am Topgriff. Damit war die komplette Montagstrainingsgruppe im letzten Finalboulder vertreten, was mich als Trainer natürlich besonders freute!

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Besichtigung des letzten Boulders

Der letzte Boulder war ein weiter Seitsprung an zwei Griffe an einem Volumen mit einigen weiteren Zügen über ein Volumenstern. Der Startsprung sah sehr knifflig aus, da man den ersten Zielgriff von der Startposition aus nicht sehen konnte, man musste praktisch auf Verdacht loshechten. Alex und Flo legten beide ordentlich vor: Sie konnten beide den Startsprung direkt abhalten und fielen am Zug zum Top. Dann war ich dran. Der Sprung klappte und ich hing an dem Volumenstern, jetzt Nerven behalten und keinen Fehler machen. Noch einmal den Fuß richtig gestellt und ich hatte das Top in der Hand. Damit hatte ich auch den letzten Finalboulder geflasht und konnte mich über den Sieg freuen. Alex kletterte den Boulder einen Versuch später und sicherte sich so den 2. Platz vor Flo, der den Boulder wie Johannes leider nicht mehr kletterte.

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Hängen geblieben

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Am Top des letzten Boulders

Die Damenwertung konnte ein weiteres Boulderwelt-Teammitglied für sich entscheiden: Isi Adolph sicherte sich souverän den Titel der Bavarian Boulder Queen. Damit stand am Ende fast das komplette Boulderwelt-Team samt Trainer zur Siegerehrung bereit – ein guter Tag :-).

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Die Sieger der Bavarian Boulder Battle

Im nächsten Monat geht es mit dem Vertical-Axis Mann Nicolas Altmaier in die spanische Sonne: Barcelona und Albarracín sollen besucht werden. Es geht also endlich wieder für ein paar Tage an den Fels.

Vorher steht aber noch die BigFatBouldersession in der Boulderwelt-München auf dem Programm. Hier wird sich dann wieder am Plastik duelliert.

Fotos: Attila Henning

Ale Bilder hier.

Von Elmar Weiherer gibt es noch ein kleines Video von mir im letzten Finalboulder. Leider ist die Qualität nicht sehr gut, aber das passt schon.

Am zweiten Märzwochenende ging es wieder in die Heimat um für das Bloc-Buster Finale ein paar Boulder an dei Wand zu zaubern. Hier ein kleines Video vom abendlichen Testen unserer Boulder.

Climb Free 2014

Alle Fotos: Marco Kost

Die letzten Tage bin ich wieder viel rum gekommen, neben Einsätzen als Routenbauer und Promoarbeit für Red Chili habe ich auch mal wieder bei einem Boulderwettkampf mitgemacht – dem 6. Oberlandcup auf der FREE Messe in München.

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende mit Ausruhen und Klettern am Fels verbringen, mein Trainerkollege Tom Stallinger motivierte mich aber beim Oberlandcup teilzunehmen und nach einem Blick auf die Starterliste, die einige lokale Topleute enthielt, entschied ich mich dann doch für einen Start. Um 6.30 Uhr klingelte bereits der Wecker und es ging kurz danach zur Messe, wo bereits um 9.30 Uhr der Startschuss für die Seniorenklasse fiel. Die Boulder vom Routenbauerteam Robert Leistner, Held Niklas und Niko Buhl sahen gut aus und nachdem ich endlich das Wertungssystem kapiert hatte, für das man vermutlich einen Uniabschluss in Mathe brauchte um es zu durchschauen, konnte es losgehen. Die beiden schwersten Boulder gelangen mir im Flash und nach ein paar weiteren Versuchen hatte ich meine fünf Punktboulder zusammen. Nach der Qualifikation lag ich gemeinsam mit Markus Grünebach auf Platz 1. Nun war erst mal Pause angesagt und man konnte sich ein wenig die Messe anschauen, oder in einem der zahlreichen Liegestühle einen Mittagsschlaf machen, was ich eher bevorzugte.

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Im zweiten Finalboulder

Zum Finale ging es dann wieder in den sehr kleinen Aufwärmbereich, hier wurden alte Erinnerungen an vergangene Deutsche Bouldercups auf der ISPO geweckt, bei denen ich an gleicher Stelle bereits zahlreiche Stunden wartend in der Isolation verbracht hatte. Beim Aufwärmen habe ich mich richtig gut gefühlt und freute mich auf das anstehende Finale. Also vorletzter Starter ging es dann an die Wand. Boulder 1 war eine Platte und über die Moderation habe ich mitbekommen, dass hier bisher keiner den Topgriff in der Hand hatte. Zunächst stand ich auch etwas ratlos davor. Die Crux war, sich über zwei Volumen aufzurichten und dann einen kleinen Spaxgriff anzuhechten. Doch dann gelang mir eine zwar nicht ganz elegante, aber effektive Umgehung des wackeligen Aufstehers: Die Stelle wurde kurzerhand unter dem Volumen umklettert. „Nicht schön, aber Top!“ heißt ja bekanntlich die Devise.

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Auf der Platte

Boulder 2 war dann deutlich einfacher und ich konnte mir einen Flash holen. Bis hierhin sah es schon sehr gut aus, 2 von 3 Bouldern waren geklettert und es fehlte nur noch der dritte und letzte Boulder. Hier musste man noch einmal ordentlich Leistenstrom auspacken, kleine gelbe Spaxgriffe führten zu einem flachen Topgriff, den man nur doppelten konnte wenn man sich richtig in der Wand positionierte. Im ersten Versuch gelang es mir nicht, den Topgriff stabil mit beiden Händen zu halten und ich fiel 2 Sekunden zu früh aus der Wand. Im zweiten Versuch wollte ich mir dann nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und ich knüppelte den Topgriff ordentlich zu – Durchstieg im 2. Versuch. Damit war ich der einzige Finalstarter dem alle 3 Boulder gelangen und der Sieg war mir sicher.

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Im letzten Finalboulder

Tom Stallinger, dem ich meinen Start überhaupt erst zu verdanken hatte, sicherte sich ebenfalls den Sieg in seiner Klasse der 40+ Starter, damit hatten beide Boulderwelt-Team-Trainer abgeräumt und konnten sich ein Siegerbier gönnen.

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Podest CLIMB FREE 2014


Insgesamt war es ein schöner Tag auf der Messe mit Freunden und ich freue darüber, dass sich die Trainingssessions der letzten Zeit so langsam bemerkt machen.

Fotos: Marco Kost

UPDATE:

Hier noch ein Video von den Finalbouldern von Held Niklas

Oberlandcup 2014 Finale from Held Niklas on Vimeo.

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Aussicht Valle Verzasca

Kurz vor Weihnachten musste der ganze Resturlaub verbraten werden, der sich über das Jahr noch angesammelt hatte. So kam es, dass ich ab dem 12.12. in Urlaub gehen „musste“ - aber man beschwert sich ja nicht.
Da ich mit der spontanen Freizeit quasi überfordert war, wurden einige Arbeitstage am Schlagschrauber eingeschoben.

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Neue Routen in Wiesbaden

Gemeinsam mit meinem alten Weggefährten Matze Conrad, war ich in Wiesbaden und Kelkheim unterwegs um den dortigen Hallen einige neue Routen und Boulder zu bescheren. Besonders den Sportpark in Kelkheim kann ich für einen baldigen Besuch empfehlen. Dort haben die Jungs von Beta Routesetting und wir (Platstic Fantastic) die Routen und Boulder für den Hallencup „Schwere Steine schön gesteckt drei“ geschraubt. In 28 Routen und 50 Bouldern kann man sich hier voll austoben.

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Auf dem Steiger in Kelkheim

Auf einen Besuch bei Nico Altmaier in Köln wurde gleich eine der neusten Boulderhallen Deutschlands ausgecheckt: der Boulderplanet in Ehrenfeld. Eröffnungstermin ist in den nächsten Wochen, sobald die Behörden aus dem Urlaub zurück sind. Dann können sich die Kölner Kletterer um einige Quadratmeter Boulderfläche mehr freuen!

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Softopening Boulderplanet

Kleine Randnotiz: In Köln gibt es mit den besten Döner in Deutschland, da kann München definitiv nicht mithalten.

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Das ist mal eine Auswahl an Soßen!

Auf dem Heimweg ins Saarland wurde noch für eine Nachtschicht auf dem Steiger im Cube Trier halt gemacht. Ab sofort gibt es dort auch ein paar Routen mehr in der man sich fordern kann.

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Neue Routen im Cube Trier

Zwischen den Tagen wurde das Hallenhopping weiter betrieben: Neben meiner Heimathalle dem CAMP4, stand noch das Rocktown in Kaiserslautern auf dem Programm.

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Training in der RockTown

Nach den weihnachtlichen Masttagen ging es dann endlich ins Tessin. Bereits auf der gesamten Fahrt lachte uns die Sonne entgegen, so war die Stimmung bei allen top und jeder konnte es kaum erwarten die Finger am Fels anzulegen.

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Der Stausee im Valle Verzasca

Die Sonne blieb uns auch fast die ganze Woche erhalten und wir konnten einige tolle Linien klettern. Besonders freute ich mich, als ich eine alte Rechnung begleichen konnte. Vor zwei Jahren bin ich sehr, sehr knapp an „Jungle Book sit“ gescheitert. Eine nasse Leiste verhinderte den Erfolg. Dieses Mal ging es sehr schnell in drei Versuchen hatte ich den Boulder in der Tasche und konnte mich über einen tollen Start ins neue Jahr freuen.
Am letzten Tag machten wir auch noch einen Stop in Chironico, was uns tief verschneit begrüßte. Zu unserem Glück hatten einige Jungs aus Dresden bereits am Tag zuvor ein paar Blöcke frei gelegt, so dass wir wenigsten ein paar Linien klettern konnten. Darunter war auch das “Schlonzige Wiener Schmankerl”, was schnell unsere Aufmerksamkeit bekam. Gemeinsam mit den Jungs aus Dresden wurde die Linie probiert und ich konnte schnell merken, dass mir die Kletterei hier sehr entgegen kam. Nachdem ich den Ausstieg ausgebouldert hatte und er sicher saß, lag es noch am Startzug: ein sehr weiter dynamischer Zug an ein Band war hier das Problem. Nach ein paar Versuchen blieb ich dann am Band hängen und  konnte den Boulder direkt durchsteigen. Hier nochmal ein großes Dankeschön nach Dresden, für das Freilegen des Boulders und das Spotten.

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"Jungle Book sit" in Cresciano

Neben „Jungle Book“ und dem “Schlonzigen Wiener Schmankerl” gelangen mir auch einige Klassiker, die ich bereits vor Jahren angetestet und nicht geschafft hatte. Darunter die „Slopy Traverse“, „U-Turn“ und „Vol au Vent“. Die Boulder gelangen mir alle in wenigen Versuchen, zum Teil auch im „Tagesflash“. Ich finde es erstaunlich, wie leicht einem Boulder fallen können, nachdem sie sich so unmöglich anfühlten. Ich glaube nicht, dass ich physisch so viel stärker bin als zu der Zeit, als ich diese Boulder probierte. Vielleicht bin ich über die Jahre dann doch irgendwann besser geworden, vielleicht habe ich auch einfach dieses Mal nur Glück gehabt :-).

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr mit vielen sonnigen Tagen am Fels und vielen Durchstiegen.

Fotos: Vertical-Axis, Privat, Sportpark Kelkheim

Die nationale Saison ist rum, dass heißt für mich eigentlich Wettkampfpause, jedenfalls als Delegate.

Da es ab Herbst fast an jedem Wochenende zig Möglichkeiten gibt, sich irgendwo klettersportlich zu messen, habe ich auch mal wieder selbst die Chance ergriffen und bei dem ein oder anderen Wettkampf mitgemacht.

I sicher scho 3

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Auf einen Wettkampf habe ich mich besonders gefreut: „I sicher scho 3“ im High East in Heimstätten, der Halle in der ich meine meisten Trainingsstunden am Seil verbringe. “I sicher scho” ist ein Teamwettkampf bei dem neben dem sportlichen Messen vor allem der Spaß im Vordergrund steht. Es wird immer in Teams zu zwei Personen (oder zwei Personen + Kind) geklettert. In der vierstündigen Quali gilt es so viele Punkte wie möglich zu sammeln, in dem man die bestehenden Routen klettert.

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Anschließend gibt es ein Finale der besten fünf Teams in zwei brandneu geschraubten Routen. Besonders macht das Ganze, dass die die Teams zum Teil in Verkleidung antreten, oder sich zumindest die lustigsten Teamnamen ausdenken.

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Mein Partner Flo Wientjes und ich waren „Die Buam“. Angetreten wurde standesgemäß in Lederhose, die sich als eine überraschend gute Kletterhose herausstellte. Nach 60 Routen und über 500 Klettermetern pro Nase, konnten wir uns für das Finale qualifizieren. Hier konnten wir uns sehr knapp gegen das Team „Krankengymnastik“ durchsetzen und uns den ersten Preis, ein Wochenende zu zweit im Ötztal ergattern.

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„I sicher scho 3“ war ein riesengroßer Spaß und die Touren von Chefschrauber Steffen Hilger waren von der Marke Extraklasse. Hier ein großes Dankeschön an Steffen und das Team vom High East!Wir sehen uns bei einem der nächsten Trainings.

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Die Tattoos gehören übrigens zum Outfit ;-)


Ex-Haus Cup 2013

Im Heimaturlaub hat es mich auch mal wieder zu der Geburtsstätte der deutschen Boulderwettkämpfe geführt: Das Ex-Haus in Trier. Bereits der Untertitel des diesjährigen Cups „spooky boulders since 1992“ weist auf die nunmehr zwanzigjährige Tradition des Cups hin.
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Das Ex-Haus ist bekannt für seine knallhart geschraubten Boulder und der Leitspruch des Abends „Geschenke gibt’s an Weihnachten!“ hat man an dem Abend mehr als einmal von den grinsenden Schraubern hören können. Für mich war es vor allem ein Treffen mit alten Freunden und ich hatte viel Spaß beim Bouldern mit den alten Kollegen. Besonders Martin „Fleischberg“ Mayer lies es sich nicht nehmen, die Boulder selber zu demonstrieren und sorgte so für offene Münder bei den angereisten Athleten. Der Junge ist verdammt stark geworden und wenn man denkt, mit so einer Masse, wie der Martin sie rumschleppt kann man keine kleinen Griffe festhalten, man kann. Beziehungsweise, er kann!

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Am Ende war es für mich ein knapper zweiter Platz hinter Johannes Hoffmann, somit blieb der Sieg beim Traditionswettkampf wenigstens wieder mal im Saarland. Bei den Damen konnte sich Florence Grünewald den ersten Platz sichern. Besonders gefreut habe ich über meinen Extrapreis, den 2 Litern Bier, die ich für das rausreißen eines gespaxten Griffes aus der Wand erhielt. So war dann die Heimfahrt auch nicht zu lange.

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Hier noch ein kleines Video von Jean-Marc Winckel zum Ex-Haus Cup:

Am kommenden Samstag ist auch schon der nächste Bouldercup: Rocktown Originals in Kaiserslautern.

Ich freue mich schon!

Fotos: HighEast,  Vivian Boyer und Jean-Marc Winckel 

  1. Braun werden
  2. Spaß haben

  3. die ein oder andere schwere Route klettern

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Das waren die Ziele, die ausgerufen wurden als ich Ende Oktober diesen Jahres mit dem Stützpunkt Rosenheim, dem Rock&Block Team Bettina, Lina, Pia Sophia, Maxi, Valentin, Vincent, Zeno und den Trainern Manni, Flo und Gerhard in die Sonne El Chorros reiste. Hier auch nochmals ein großes Dankeschön an die Truppe, die mich als Sonnesuchenden ohne Seilpartner aufgenommen haben – DANKE :-) ! 

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Am Morgen des 24. Oktober ging es vom Flughafen München los und keine 10 Stunden später saßen wir schon in einer Tapas Bar kurz vor El Chorro und füllten unsere hungrigen Mägen mit leckeren Tapas. Schnell wurde der Führer rumgereicht und die ersten Pläne für die kommenden Tage gemacht: Desplomilandia, Makinodromo, Poema di Roca, alles klingende Namen von Gebieten, die mit ihren Routen für Kribbeln in den Fingerspitzen sorgten.

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Gleich der erste Klettertag brachte die erhoffte Sonne, die sich im kalten Deutschland schon seit einigen Wochen nicht mehr richtig blicken lassen wollte. So stand das Schattengebiet Desplomilandia auf dem Programm und in den ersten Routen wurde sich gemütlich warmgeklettert. Der Fels war griffig und leuchtete orange, das war genau das, was ich mir vor unserer Abreise erhofft hatte!

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Am nächsten Tag ging es mit einem Abenteuerzustieg durch Eisenbahntunnel zu dem wohl bekanntesten Gebiet El Chorros, dem Makinodromo.

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Eine Wandhöhe von fast 40m und dazu auch noch Überhänge von bis zu 15m sorgten bei mir für Schnappatmung ab der Hälfte fast jeder Route. Super anstrengend aber auch verdammt geil war der allgemeine Konsens in der Truppe.

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Diese langen Ausdauerhämmer zu klettern war für mich eine Erfahrung, die ich bisher noch nicht gemacht hatte. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern mal Routen jenseits der 35m geklettert zu sein und hier galten Routen mit „nur“ 20m schon als kurz! Ich war auf jeden Fall heilfroh, als ich beim letzten schweren Zug von Porrot (7c+) auf 36m hängen blieb und nach einem weiteren Zug die Umlenkung klippte. Bis da oben hin war es eine halbe Weltreise!
Am ersten Ruhetag wurden die nahen Sektoren zu Fuß ausgecheckt, um ein paar Routen zu begutachten, die uns bereits im Führer angelacht haben. So war dann auch schnell der Plan für dnie nächsten Tage gemacht.

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Frisch gestärkt ging es am dritten Klettertag wieder nach Desplomilandia. Entweder war an diesem Tag die Erdanziehung geringer, oder jeder aus der Gruppe hatte einen der Tage, den man beim Klettern wirklich nur einmal im Jahr hat: Die Toprouten fielen reihenweise!! Es wurden die ersten 7a+en geflasht, die ersten 7b’s geklettert und Maxi Karrer zwickte gleich mal drei 8a’s an einem Tag. Mir selber gelang die sehr geile „Los Zauden“ 8a und eine weitere 8a, die aber eine Ecke leichter war und von uns allen eher als 7c+ eingestuft wurde. Der „Sending Train“ war also im Haus!

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Am nächsten Tag wollte mir im Sektor Poema di Rocca einfach nicht die geniale Linie „Shark Attack“ 8a+ gelingen – der letzte schwere Zug in dem 15m Dach wurf mich wieder um wieder ab. Sehr schade!

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Ein weiterer Ruhetag kam, diesen hatten wir alle auch dringend nötig . An diesem Tag stand der „Camino del rey“ das Wahrzeichen El Chorros auf dem Programm. Der Camino ist ein halb zerfallener Weg, der vor über 100 Jahren in die Schlucht El Chorros gebaut wurde, damit der damalige König sich diese anschauen konnte. Wenn ich sage, dass dieser nicht mehr wirklich gut in Schuss ist, wäre das noch maßlos untertrieben. Das macht aber auch den besonderen Reiz dieses Weges aus. Wann balanciert man denn schonmal mit 80m Luft unter den Füßen über eine alte Eisenbahnschiene, weil der Rest des Weges abgebrochen ist? War aber auf jeden Fall ein Erlebnis! Den Rest vom Tag wurde im See geschwommen und in der Sonne gelegen – manchmal muss man es sich halt einfach gut gehen lassen :-) .

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Die beiden letzten Klettertage verbrachten wir wieder in Desplomilandia, die brennende Sonne (ja, es war wirklich so heiß!) ließ einfach kein anderes Gebiet zu. An ein Klettern in der direkten Sonne war nicht einmal zu denken. Hier hat es uns der kleine Sektor Triangolo besonders angetan – leicht überhängende Wandkletterei, die nicht zu lang war und trotzdem ordentlich die Arme aufpumpte. Hier gelang mir noch die „Conexion pelirroja“ 8a und die sehr schöne „Madre salvaje“ 7c. Damit war dann auch der letzt Klettertag vorüber.

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Das Aufstehen am nächsten Morgen, bzw. Mitten in der Nacht, unser Rückflug ging um 7 Uhr morgens, fiel allen nicht wirklich leicht, ging es doch zurück ins kalte und nasse Deutschland, wo die Arbeit wartete. 

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Die 10 Tage in El Chorro waren auf jeden Fall der beste Seilkletterurlaub, den ich bisher erlebt habt. Sonne, Fels, eine super Truppe und absolut kein Stress – einfach super! Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder, nur länger!

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Fotos: Florian Schiffer und Maxi Karrer

Am vergangenen Wochenende wollte Kollege Keller zum Seilklettern ins Rofangebirge. Eine sich ziehende Autofahrt, eine Gondelfahrt und ein Zustieg von 30min später waren wir dann in einem der traumhaftesten Gebiete in denen ich je war. In so einer Kulisse klettert man doch wirklich gerne und das Gebiet hat sich den Namen Paradies echt verdient.

Mit Abstand der beste Klettertag in diesem Jahr! 

Jugend Europameisterschaft Lead/Speed in Imst, Boulderweltcup München 2013, Bouldern im Silvapark

Deutscher Leadcup in Kempten: Mal hat man Glück mit dem Wetter, mal nicht.

Fotos: DAV